Bohnen: die Hülsenfrucht mit tausend Farben und tausend Legenden

I fagioli: il legume dai mille colori e dalle mille leggende - Articoli - Zig Italia
Bohnen sind Hülsenfrüchte, die bereits vor 7.000 Jahren angebaut wurden und heute aufgrund ihrer Nährstoffe als Superfood wiederentdeckt wurden. Entdecken wir gemeinsam, warum sie so gesund sind und welche wichtige Rolle sie in verschiedenen Kulturen spielten. Bohnen wurden vor 7.000 Jahren in Mexiko angebaut. Christoph Kolumbus entdeckte sie, und im 16. Jahrhundert brachten die Spanier und Portugiesen sie nach Europa, wo sie zum Grundnahrungsmittel von Arbeitern und Bauern wurden. Heute wird die Bohne in ganz Italien in vielen Sorten angebaut, und ihr Konsum nimmt stetig zu. Aber warum sind Bohnen so gesund? Bohnen enthalten viele komplexe Kohlenhydrate und Spuren von Fett. Dadurch sind sie kalorienarm: Eine Portion liefert weniger als 200 kcal. Außerdem deckt dieselbe Portion mehr als die Hälfte des empfohlenen Tagesbedarfs an Ballaststoffen gemäß der Italienischen Gesellschaft für Ernährung. Die Ballaststoffe in Hülsenfrüchten sind zudem löslich. Das bedeutet, dass sie sich während der Verdauung in ein Gel verwandeln, das im Darm mehr Platz einnimmt und so Sättigungssignale an das Gehirn sendet. Bohnen sind außerdem eine Quelle für Mineralstoffe, insbesondere Phosphor, Eisen und Kalzium. Eine Portion deckt etwa ein Drittel des Tagesbedarfs an Phosphor, der zusammen mit Kalzium zur Erhaltung gesunder Zähne und Knochen beiträgt. Tausend Bohnensorten, tausend Legenden. Bohnen sind eine Hülsenfrucht in tausend Farben und tausend Legenden. Aufgrund ihres niedrigen Preises galten sie lange als Arme-Leute-Essen, doch nicht jeder weiß, dass sie in der Antike hoch geschätzt und gefeiert wurden. Man denke nur an die Ägypter, die Bohnen (die mit Augen) für Rituale im Zusammenhang mit Isis, der Göttin der Fruchtbarkeit und Mutterschaft, verwendeten. Sie übernahm viele der typischen Funktionen der großen Mütter des Mittelmeerraums. Pythagoras betrachtete Bohnen als die zweite Heimat der Seelen. Die Römer nutzten während der Feralia und Lemuria, Feste im Zusammenhang mit dem Ahnenkult, schwarze Bohnen, um die Geister zu besänftigen und sich vor ihnen zu schützen: Ihr ritueller Gebrauch diente auch dazu, Klatsch und Tratsch abzuwehren. Die Hopi und Irokesen feiern Bohnen mit Ritualen und Festen, und in Europa galt es nach einem alten Glauben als gutes Omen und Schutzzeichen, am Dreikönigstag oder in der Dreikönigsnacht Süßigkeiten aus Bohnen zuzubereiten, um der Familie eine friedliche Zukunft zu sichern. Doch unter all diesen Traditionen gibt es eine, die bis heute Bestand hat: das Bohnenwerfen in Japan. Bekannt als Setsubun, wird dieses „Bohnenwerfen“ weithin gefeiert und ist besonders bei Kindern beliebt. Warum wirft man Bohnen? Bohnen symbolisieren Lebenskraft und sollen das Haus reinigen, indem sie böse Geister vertreiben, die Unglück und Krankheit bringen. Da die Japaner gerne mit Worten spielen, gibt es auch eine versteckte Bedeutung: Die Aussprache des Wortes für Bohnen (mame 豆) ähnelt dem Wort für Dämonenaugen (ma-me 魔目). Das Bohnenwerfen steht metaphorisch für die Vernichtung von Dämonen (mametsu 魔滅). Das Rezept der Rezepte: Pasta mit Bohnen Schauen wir uns die kulinarischen Traditionen Italiens an: Bohnen sind seit jeher ein fester Bestandteil der volkstümlichen Küche. Sie passen hervorragend zu Salaten mit Thunfisch, Zwiebeln oder Getreide und eignen sich ideal für Suppen oder Cremesuppen. Aber Bohnen passen einfach perfekt zu Pasta. Denken Sie nur an die unzähligen Variationsmöglichkeiten: trocken, cremig oder in Suppe, dampfend heiß oder fast kalt, frisch zubereitet oder am nächsten Tag, wenn man den perfekten Geschmack erreicht hat – um es mit den Neapolitanern zu sagen. Und dann ist da noch die geheime Zutat: Schweineschwarte hinzufügen! Wer es selbst einmal versuchen möchte, findet hier das vollständige Rezept: https://www.fattoincasadabenedetta.it/ricetta/pasta-e-fagioli/
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Quellen: https://www.bonduelle.it/azienda/abc-verdure/fagioli-proprieta-benefici-usi-in-cucina/1909/1909 https://smartfood.ieo.it/alimenti/fagioli/ https://www.acero-rosso.it/setsubun-il-lancio-dei-fagioli-in-giappone/ https://www.darwinviaggi.com/it/racconti-articoli/setsubun-fagioli-propiziatori-primavera-giappone https://www.gamberorosso.it/notizie/fagioli-valori-nutrizionali-ricette-storia/ https://www.salentokm0.com/it/antiche-varieta/fagiolo-con-locchio