Der Haselnussbaum, auch bekannt als Baum der Weisheit und Inspiration, und seine Früchte gelten seit jeher als Quelle der Nahrung und Spiritualität. Entdecken wir gemeinsam einige interessante Fakten über die Traditionen rund um die Haselnuss und ihren Baum.
Der wissenschaftliche Name der Haselnuss lautet Corylus avellana. Der Name Corylus leitet sich vom griechischen Wort „córys“ (Helm) ab und bezieht sich auf die Schale der Haselnuss. Avellana stammt von Avella, einer Stadt, die einst für ihren großen Haselnussbestand bekannt war.
Die Haselnuss in der griechischen und römischen Tradition und Literatur symbolisiert traditionell Fruchtbarkeit, Reichtum, Weisheit, Inspiration, Wissen und Wahrheit und war bereits in der griechischen und römischen Antike im gesamten Mittelmeerraum weit verbreitet. Die Griechen und Römer schenkten ihren Gästen bei Hochzeitsfeiern Haselnussbäume und Haselnüsse, um ihnen Glück und Wohlstand zu wünschen. Sie brachten die Haselnuss mit dem griechischen Gott Hermes (bei den Römern Merkur) in Verbindung, der oft mit dem berühmten Haselnussstab, dem Caduceus, dargestellt wurde.
Die Haselnuss ist in den Fresken von Pompeji abgebildet und wird in den Werken Vergils, in den Kurzgeschichten Boccaccios, in den Gedichten Pascolis und in den Dialogen Shakespeares bis hin zu Gabriele D’Annunzio und Cesare Pavese erwähnt.
Im biblischen Exodus, Kapitel 7, Verse 9–20, heißt es, Moses habe einen Haselnussstab geschwungen, um die Ägypter mit den sieben Plagen zu heimsuchen und einen Durchgang durch das Rote Meer zu öffnen.
Die Hasel in der keltischen und druidischen Tradition
In der altirischen keltischen Tradition wuchs der Haselnussbaum in der Nähe der mythischen Quelle Connle, wo die neun Haselnüsse der Dichtung ihren Ursprung hatten. Der Überlieferung nach erlangten diejenigen, die die Haselnüsse dieser Bäume aßen, deren schützende Schale die Hülle der Seele symbolisierte, die Gabe der Weisheit und der Dialektik.
Auch in der keltischen Kultur galten Haselnüsse und Haselnussbäume als Fruchtbarkeitssymbole und wurden als gutes Omen für den Fortbestand des Nachwuchses verwendet. Kelten und Druiden fertigten aus Haselzweigen Zauberstäbe und Wahrsagepaletten an, denen die Kraft zugeschrieben wurde, diejenigen, die sie suchten, an den gewünschten Ort zu führen: sei es die Ausgrabungsstätte für einen verborgenen Schatz oder eine unterirdische Wasserquelle, der Weg zu einem Vermissten oder etwas anderes. Dieser Überlieferung folgend glauben manche an einen Zusammenhang zwischen Hasel und Wasser: Haselholz reagiert auf die Anwesenheit von Wasser und weist so auf wichtige, verborgene Quellen hin.
Früher dienten Haselzweige und -stöcke als unfehlbare Waffe und Schutz gegen gefährliche Schlangen.
Die Hasel heute
Auch heute noch wird aus Haselholz gewonnene Holzkohle zur Herstellung von Zeichenkohle verwendet: Man kann sagen, dass die enge Verbindung zwischen Hasel und Kunst bis heute besteht.
Wir mögen den Legenden unserer Vorfahren skeptisch gegenüberstehen, doch eines ist sicher: Wir wissen, wie wertvoll die Haselnuss, ihre Früchte und sogar ihre Blätter sind.
Noch heute werden aus den Blättern und der Rinde des Haselnussbaums Kräutertees mit reinigenden, abführenden, remineralisierenden, antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften zubereitet, und Haselnüsse sind zu einem kostbaren Gut geworden.
Haselnüsse werden hauptsächlich als Nahrungsquelle für Proteine, Mineralstoffe, Vitamin E und ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Alpha-Linolensäure, verwendet.
Die positiven Eigenschaften von Haselnüssen wurden in Studien untersucht, die sie mit kardiovaskulären Vorteilen in Verbindung brachten, insbesondere mit der Senkung des Gesamtcholesterins und des LDL-Cholesterins sowie der Erhöhung des HDL-Cholesterins und der Triglyceride.
QUELLEN
https://www.humanitas.it/enciclopedia/alimenti/frutta/nocciole/#:~:text=Haselnüsse werden hauptsächlich wegen ihres Gehalts an Alpha-Linolensäure verwendet.
https://www.serenamente.blog/blog/il-nocciolo-proprieta- simbologia-ed-antiche-storie
https://www.lafune.eu/aliante-della-tuscia-il-nocciolo-dellagro-falisco-una-pianta-cara-anche-alla-tradizione-celtica/
https://www.nucisit